Finanzen organisieren – Anleitung für Anfänger

iPhone und Blätter

Wer es mit dem Taschengeld noch nicht beigebracht bekommen hat, der sollte mit dem ersten Gehalt in der Ausbildung oder spätestens mit dem ersten Lohn nach der Lehre damit anfangen, sich Gedanken um seine Geld zu machen und seine Finanzen zu organisieren. Ich werde dir dabei helfen, wie du deine Einnahmen sowie Fixkosten ermittelst, wie du diese dann optimal auswertest und wie du danach den Überblick über deine Finanzen behältst. Also fangen wir an!

1. Einnahmen ermitteln

Wer beginnt, seine Finanzen zu organisieren, der sollte zuerst seine Einnahmen ermitteln. Wenn du ein fixes Gehalt erhälst, musst du nichts weiter tun, als auf deinen Lohnzettel zu schauen und dir den Betrag zu notieren. Wenn du allerdings selbstständig oder Freelancer bist, wird das ganze schon etwas kniffliger. Als Faustregel kann man hierbei die letzten sechs Monate zur Hand nehmen. Du rechnest den Durchschnitt der Einnahmen der letzten sechs Monate aus und nimmst diesen als monatliches Einkommen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann auch den niedrigsten Wert der letzten Monate nehmen und mit diesem fortfahren.

2. Fixkosten ermitteln

Im nächsten Schritt werden die Fixkosten ermittelt. In den Fixkosten sind alle Kosten enthalten, die Monat für Monat anfallen, sei es für Miete, Lebensmittel, Tanken, Abos, usw. Diese Fixkosten können zudem in Kategorien eingeteilt werden, wie Unterhaltung. In die Kategorie Unterhaltung kommen zum Beispiel Abos wie Spotify, Netflix, Mobilfunktarife und sonstiges hinein. Mithilfe von Kategorien behält man die Übersicht über seine Fixkosten und kann so strukturierter seine Finanzen verwalten.

Mithilfe von Online Banking oder Kontoauszügen ist es noch einfacher, alle seine Fixkosten zu ermitteln. Man geht einfach einen beliebigen Monat durch und schreibt sich alle monatlichen Kosten heraus.

3. Haushaltsplan erstellen

Um nun zu sehen, ob deine Finanzen im Plus oder im Minus sind, kannst du die Excel Tabelle von den Kollegen von Finanzfluss verwenden, die du hier herunterladen kannst. Alternativ kannst du natürlich auch ganz retromäßig Papier und Stift zur Hand nehmen und es damit dokumentieren. In diese Tabelle trägst du nun alle deine Finanzen ein. Wenn du es konsequent jeden Abend machst, hast du am wenigsten Arbeit. Du kannst es natürlich aber auch wöchentlich oder monatlich machen, das spielt keine Rolle, je nachdem wie es dir am besten passt.

Ich weiß, diese Arbeit kann schnell langweilig werden, aber es wird sich lohnen, Versprochen! Du weißt danach nicht nur, wo du wie viel Geld ausgegeben hast, sondern du siehst ebenfalls, wie viel du tatsächlich im Monat benötigst und wo noch Einsparpotenzial herrscht.

4. Notgroschen ansparen

Um auch in schweren Situationen nicht bankrott zu gehen, sollte man sich immer einen Notgroschen ansparen. Dieser Notgroschen sollte eine Größe von ca. drei Monatsgehältern haben. Mit diesen drei Monatsgehältern ist gesichert, dass man im Falle eines Arbeitsplatzverlustes oder einem großen Schaden am Auto nicht das Geld anrühren muss, welches zum „Überleben“ benötigt wird.

Sollte der Notgroschen aufgebraucht sein, sollte man sich, bevor man irgendwelche andere Investition tätigt, diesen wieder vollständig ansparen, um in der nächsten Not wieder gut gewappnet zu sein.

5. Was mit dem übrigen Geld machen?

Du hast nun also deine Finanzen sortiert und hast dir einen Notgroschen angespart. Aber was machst du mit dem übrigen Geld? Wild auf den Kopf hauen? Davon rate ich lieber ab. Investiere das Geld stattdessen in Vermögenswerte und lass es für dich arbeiten.

Du kannst dich hierbei z.B. für Aktien, Anleihen oder sonstige Wertpapiere entscheiden. Oder du investierst dein Geld in ETFs und diversifierst auch gleich. Um besser verstehen zu können, wo du dein Geld am besten investieren solltest, kannst du dir meine Börsen-Grundlagen für Anfänger anschauen.

6. Überblick behalten

Du hast es also nun geschafft, deine Einnahmen und Ausgaben ausgiebig zu analysieren, hast dir einen Notgroschen für die schlechten Tage angespart und du investierst dein restliches Geld in Vermögenswerte. Diesen Stand musst du nun aber auch halten können, denn es bringt nichts, wenn du nur ein mal deine Finanzen organisierst und dann links liegen lässt.

Du solltest also auch weiterhin darauf achten, täglich, wöchentlich bzw. monatlich deine Finanzen zu strukturieren und dann auszuwerten. Wenn du diese Regeln befolgst, bist du auf einem guten Weg, eventuelle Schulden abzubauen oder langfristig Kapital aufzubauen.

7. Budget anpassen

Deine finanzielle Lebenslage wird nicht dein ganzes Leben gleich bleiben. Du wirst irgenwann mehr oder weniger verdienen, du kaufst dir vielleicht ein Haus und ein nettes Auto. Wenn diese Fälle eintreten, musst du deinen Finanzplan natürlich dementsprechend anpassen.

Fazit

Du hast nun also gelernt, wie du deine Finanzen organisieren kannst und danach Vermögenswerte aufzubaust. Ich weiß, anfangs ist es schwer, sich strikt an den Haushaltsplan zu halten, aber spätestens nach einem Monat, wenn du siehst, was du nun für einen Überblick hast, wird es immer mehr zur Gewohnheit werden.

Und nun zu dir

Ich hoffe dir hat mein Beitrag gefallen. Wie sieht es bei dir aus? Kümmerst du dich regelmäßig um deine Finanzen? Hast du schon einmal ein Haushaltsbuch geführt und findest du, dass es was bringt?

Ich würde mich freuen, wenn du es mich unten in den Kommentaren wissen lässt!

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