Was ist Geld?

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Heutzutage ist Geld entweder eine Münze, ein Schein oder man hat es digital auf dem Konto. Aber was ist der Hintergrund von Geld? Wieso vertraut jeder in Geld? Und was ist die Geschichte des Geldes und warum gibt es verschiedene Währungen? Genau das erkläre ich in diesem Artikel.

Wie funktioniert Geld?

Im Laufe der Zeit hat sich die Erscheinungsform von Geld um vollkommen verändert. Früher hat man mit Sachwerten wie z.B. Tieren oder Broten bezahlt, heutzutage noch kaum vorstellbar. Heute bezahlt man mit Euro, Dollar, Pfund oder anderen Währungen. Mit Münzen, Scheinen oder mit Karte. Die Zukunft des Geldes ist aber nicht Euro oder Dollar, sondern Kryptowährungen. Diese sind nämlich dezentral (also nicht abhängig von irgendeiner Zentralbank) und sind digital. Allerdings werden diese von den Regierungen nicht als offizielle Währung angesehen. Nichtsdestotrotz wird Bargeld immer noch gern gesehen, denn die Kosten für das Equipment für Kartenzahlung übersteigen bei kleinen Beträgen oft den Preis – also lohnt es sich nicht immer.

Warum vertraut jeder in das Geld?

Unser Geldsystem beruht auf Vertrauen. Die Menschen vertrauen darauf, dass die verschiedenen Länder den Geldwert aufrechterhalten. Wenn keiner mehr Vertrauen in den Geldwert hat, will keiner mehr Geld haben, sondern kauft sofort Sachwerte. Dieses Vertrauen wird unter anderem durch harte Strafen für das Fälschen von Geld und das ständige Anpassen der Preise gehalten. In Deutschland war das bis Ende 1998 die Aufgabe der deutschen Nationalbank, welche aber mit der Einführung des Euros 1999 von der Europäischen Zentralbank abgelöst wurde. (Mehr zur EZB findest du in meinem Beitrag dazu:Europäische Zentralbank).

Die Geschichte des Geldes

Tauschgeschäfte sind die erste Form des Geldes. Das Geld, welches wir heute kennen, ist ebenfalls ein Tauschgeschäft. Wenn man arbeiten geht, tauscht man seine Lebenszeit in Geld, dieses Geld wird ebenfalls wieder getauscht und zwar in Sachwerte. Aber von Anfang an:

Früher waren bestimmte Güter, wie Getreide, Vieh oder Bodenschätze in beschränkter, aber nicht unzureichender Menge vorhanden. Also das perfekte Tauschmittel. Diese Form des Geldes nennt man Warengeld. Später wurde das Warengeld von dem sogenannten Gewichtsgeld abgelöst. Dieses Gewichtsgeld hat die Form von verschiedenen Bodenschätzen. Diese wurden aber nicht – wie man es heute kennt – in der Anzahl gemessen, sondern am Gewicht.

Danach kamen die Silber- und Goldmünzen. Silbermünzen hatten im Gegensatz zur Goldmünze einen festen Wert. Der Goldwert schwankte und wurde deshalb nur für teurere Investitionen benutzt. Im 11. Jahrhundert wurde dann in China das Papiergeld erfunden. In Italien wurde 3 Jahrhunderte später das immaterielle Geld erfunden. Dabei hat man sein Geld – wie heute – zur Bank gebracht und hatte zu einem späteren Zeitpunkt wieder Zugriff darauf.

Warum gibt es verschiedene Währungen?

Insgesamt gibt es über 160 verschiedene Währungen, welche auch Devisen genannt werden. Aber warum gibt es denn so viele verschiedene? Reicht da nicht eine gemeinsame Währung für alle? Das Problem ist, dass die Regierungen ihre Unabhängigkeit nicht verlieren und für ihre Geldpolitik selbst verantwortlich sein wollen. Für die Eurostaaten übernimmt die EZB die Geldpolitik, in den USA ist das Federal Reserve System verantwortlich. Außerdem müsste jeder deutsche Steuerzahler für die Geldpolitik in Problemländern wie Pakistan oder Ägypten gerade stehen.

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