Wie ein 24-Jähriger 150.000 US-Dollar mit T-Shirts verdient

Vor einigen Jahren hat er noch Einkaufswagen durch die Gegend geschoben – heute verdient er nebenbei mal so 150.000€. Und das mit T-Shirts, die er auf Amazon verkauft. Möglich macht das Amazon’s hauseigene Plattform Merch by Amazon.

 

Ein Bild von Neil Lassen

Mit T-Shirts Geld verdienen? Wie soll das gehen?

Das Prinzip von Amazon’s hauseigener Plattform Merch by Amazon ist einfach. Man lädt sein Design hoch, gibt den Endpreis ein und fügt einen Titel sowie eine Beschreibung hinzu. Sobald das Design von Amazon geprüft wurde, kann es von anderen Menschen gekauft werden. Der Vorteil gegenüber der Konkurrenz wie Teezily oder Spreadshirt ist der, dass Amazon einen enormen Traffic hat und man somit laut Lassen: „Schon nach kurzer Zeit organische Käufe“ realisiert werden ohne irgendein Marketing zu betreiben.

 

Wie sieht es mit Lagerung und Transport der T-Shirts aus?

Die Lagerung sowie der Transport werden komplett von Amazon übernommen. Sogar Prime Versand ist möglich. Außerdem übernimmt Amazon den Kundenservice. Die einzige Aufgabe, die du hast, ist es zu designen. Der Gewinn wird selbst festgelegt, indem man sagt, wie viel ein T-Shirt kosten soll. Wenn das T-Shirt teurer wird, verdienst du mehr. Um das ganze besser zu verstehen. Bei einem Preis von 19.99 US-Dollar pro T-Shirt verdient Lassen ca. 8 US-Dollar. Wenn er seine T-Shirts für 15.99 US-Dollar verkauft, bleiben ihm nur noch 4 US-Dollar. Den Rest behält Amazon, für Lagerungs-, Transport- sowie Lohnkosten.

 

Wie geht Neil Lassen an die Sache heran?

Lassen und sein Partner Karlikov gehen folgendermaßen vor. Sie betreiben Keyword-Recherche. Wichtige Keywörter sind unter anderen T-Shirt sowie Tee. Bedeutet, sie geben Begriffe wie beispielsweise „T-Shirt Affe“ in die Suche ein und schauen bei den jeweiligen Produkten dann in der Bestseller-Rankingliste wie gut das Produkt ankommt. Je nachdem ob es gut ankommt, erstellen sie ein neues Design, welches auf dem erfolgreichen Design basiert. Da Lassen und Karlikov designtechnisch nicht begabt sind, lassen sie die Designs von Leuten auf den Philippinen erledigen. Die Kosten pro Design belaufen sich auf ca. 4 US-Dollar. Laut Lassen ist es die schlechteste Idee einfach Disney Figuren zu benutzen, denn dabei läuft man Gefahr Copyright zu verletzen. Lassen verkauft seine T-Shirts durchschnittlich immer für 16 – 19 US-Dollar, da in diesem Bereich ein Gleichgewicht von Leistung und Leistung gegeben ist.

 

Merch by Amazon vs. Teezily, Spreadshirt und Co.

Der riesige Vorteil von Amazon gegenüber der Konkurrenz ist der, dass so gut wie jeder zuerst auf Amazon nach gewünschten Produkten sucht. Da Amazon so viel Traffic hat, ist es am einfachsten hier sein T-Shirt Business zu starten, da hier am meisten Menschen unterwegs sind. Außerdem haben Lassen und Karlikov einen von ihren Merch-Accounts, der etwa 3.000 US-Dollar einbringt, verkauft und weitere 73.000 US-Dollar kassiert. Dieses Geld haben sie in die Entwicklung einer Software gesteckt, die die Keyword Recherche auf Amazon um ein vielfaches erleichtern soll. Die beiden wollen allerdings daran mitverdienen und verlangen 10 US-Dollar pro Monat für die Nutzung dieser Software. Jedoch weiß niemand, ob die Konkurrenz den Platzhirsch Amazon bald vom Thron stößt und die Leute ihre T-Shirts bald lieber bei Spreadshirt und Co. verkaufen.

 

Und jetzt bist du gefragt!

Würdest du am sofort anfangen zu designen? Allerdings musst du beachten, dass Merch by Amazon nur mit einer Bewerbung nutzbar ist. Früher war es so, dass der Dienst für jeden frei zugänglich war, dieser aber so erfolgreich wurde, dass Amazon nicht mit dem Drucken hinterher kam. Jedoch wird laut Lassen „jeder früher oder später“ angenommen.

 

Kommentare: 1

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